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Blumen machen nicht alle glücklich

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Blumen machen nicht alle glücklich

Blumen zum Valentinstag, Muttertag oder einfach so machen kurzzeitig immer eine hübsche Sache, sind aber für den Planeten und viele in der Lieferkette keine gute Sache. 

Warum sollte ich bei Schnittblumen auf Fairtrade achten? Das Anbauen und Ernten von Blumen ist anstrengende und intensive Arbeit, wie man sich vorstellen kann. Der Blumenanbau ist in vielen Ländern des globalen Südens ein wichtiges Geschäft, das vielen einen Arbeitsplatz bietet. Leider sind die Arbeitsbedingungen und Löhne oftmals extrem kritisch und so gar nicht blumig. Wenn Blumensträuße bei Discountern schon ab 2 Euro angeboten werden, kann man sich denken, dass an vielen Ecken gespart wird. Wie auch in der Textilindustrie, leiden die Arbeitskräfte oft am meisten darunter und das Bewusstsein für "faire Blumen" ist noch sehr gering, vergleichen mit der Aufmerksamkeit bei anderen Verbrauchsgütern wie Kaffee oder Bananen.

Worauf also schauen? Oder nie wieder Blumen?

Da man den Blumen schlecht ansehen kann, wo sie nun tatsächlich herkommen und unter welchen Bedingungen sie angebaut wurden, sollte man sich beim Blumenkauf auf Siegel verlassen. Wenn man anfängt nach solchen Siegeln Ausschau zu halten, merkt man auch schnell, dass die meisten Blumen aus konventionellem Anbau stammen. 

Fairtrade ist immer ein guter Start für sichere Siegel, die die meisten auch erkennen und einordnen können. Fairtrade-zertifizierte Blumenfarmen züchten die Blumen nach strengeren Standards. Dazu gehören:

  • Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit: Fairtrade setzt sich für feste Arbeitsverträge, Versammlungs- und Gewerkschaftsfreiheit, Mutterschutz und klare Arbeitszeitregelungen. Sicherheit wird verbessert durch Forderung nach Schutzkleidung und Förderung von Training zum sicheren Umgang mit Chemikalien ein. 
  • Strenge Umweltkriterien: Die Fairtrade-zertifizierten Farmen müssen sich an strenge Umweltkriterien, wie wassersparende Bewässerung, Kläranlagen, Kompost- und Müllmanagement halten.
  • Fairtrade-Prämie für Gemeinschaftsprojekte: Der Importeur muss eine extra Fairtrade-Prämie zusätzlich zahlen. Diese kommt der Belegschaft direkt zu Gute, denn das von den Angestellten gewählte Fairtrade-Prämienkomitee entscheidet, wo das Geld eingesetzt wird. 
  • Schritt für Schritt zum existenzsichernden Lohn: Blumenfarmen, die durch Fairtrade zertifiziert sind, müssen mindestens den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn zahlen. Oftmals liegt der Mindestlohn allerdings noch unterm existenzsichernden Niveau. Um die Konkurrenzfähigkeit der Farmen nicht zu gefährden, ist den Farmern eine schrittweise Erhöhung der Löhne, bis ein für die Region entsprechender existenzsichernder Lohn erreicht wird.

Im Zweifel, lieber die Blumen stehen lassen und was anderes Schenken, wie Bio-Saatgut zum selber Ranziehen.

Wer braucht schon Blumen?

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Transparenzbericht Quartal 4 für 2021

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